Erzählzeit und erzählte Zeit: Unterschied, Definition, Beispiele

28 November 2020
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Erklärung

Was ist Erzählzeit? Was ist erzählte Zeit?

Die Erzählzeit ist etwa die Zeit, die beim Vorlesen benötigt wird.

Die erzählte Zeit Zeit ist die in Wirklichkeit während der Handlung vergangene Zeit.

 

Folgende drei Zeiteinteilungen werden unterschieden:

 

Zeitraffung (Beschleunigung): Erzählzeit (Vorlesen) < erzählte Zeit (Wirklichkeit)

Die Erzählung ist wesentlich kürzer als die Handlung tatsächlich gedauert hat. Das Geschehen wird sehr kurz und knapp zusammengefasst.

Es werden mehrere Stunden, Tage, Monate oder Jahre beim Vorlesen kurz wiedergegeben.

Zum Beispiel wird eine Geburtstagsparty, die in Wirklichkeit 6 Stunden gedauert hat, in 3 Sätzen abgehandelt.

  

Zeitdeckung: Erzählzeit = erzählte Zeit

Die Zeit, die in Wirklichkeit für eine Handlung gebraucht wurde, ist in etwa mit der Zeit, die zum Vorlesen benötigt wird, gleichzusetzen.

Der Erzähler erzählt die wesentlichen Schritte in der Handlung. Er macht keine großen Sprünge innerhalb der Zeiten.

Dauert das Vorlesen, beispielsweise einer Textstelle bei der eine Frau sich schminkt, ähnlich lange wie die Zeit, die in Wirklichkeit für das Schminken benötigt wird, so spricht man von einer Zeitdeckung.

 

Zeitdehnung: Erzählzeit > erzählte Zeit

Die Handlungs- oder Bewegungsabläufe werden hier sehr detailliert und ausführlich erzählt.

Beispiel: Das Aufmachen einer Türe wird länger beschrieben und erzählt als es in Wirklichkeit gedauert hat.

Er fasste an die Türklinke, die mit einer goldenen Farbe verziert war. Er bewegte sich sehr langsam. Seine Hände spürten die kalte Türklinke. Er war nun bereit sie zu öffnen…
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